Zeitungsartikel der Ludwigsburger Kreiszeitung über die Urauffühung von “Fünf Stücke zu Weihnachten für Bläserseptett” (23.12.2013):
Musik über die Gegensätze der Jahrhunderte Das aufregende Weihnachtskonzert von Chor und Orchester der Pädagogischen Hochschule in der Erlöserkirche bot unter anderem eine Uraufführung des Ludwigsburger Komponisten Daniel Elias Brenner. Zu Weihnachten 2013 hat der diplomierte Musiker, Musikpädagoge und als Filmkomponist erfolgreiche Absolvent der Filmakademie „Fünf Stücke“ für sieben Bläser geschrieben. Selten hat einer die Geschichte rund um Christi Geburt so schnell und kurzweilig in Tönen erzählt. Jedes der ultrakurzen „Stücke“ greift einen anderen Schwerpunkt heraus. „Der Engel“ heißt das erste. In seiner Reduktion, die nicht nur die begrenzte Zahl der Instrumente betrifft, macht der Satz sogleich den großen Unterschied zur eröffnenden opulenten Bachsuite unmissverständlich klar. Hier, bei Brenner, gelten auch einzelne, einsame Töne und sogar Pausen viel. Bei aller Modernität aber ist das kurze Werk des 32-Jährigen gut hörbar auch für wenig experimentierfreudige Ohren. Ein wahrer Ohrenschmaus gar ist das ebenfalls junge Stück Lux Aurumque des 1970 geborenen Eric Whitactre. Dem 100-köpfigen Chor unter der Leitung von Daniel Joos gelingt es hervorragend, gemäß dem Text das „Licht, warm und schwer wie reines Gold“ klingen zu lassen. Ähnlich weich und traumhaft singt der Chor „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen, ein weiterer Komponist der Gegenwart.  Ein sanfteres „Alleluja“ wie hier ward selten dargeboten. Dieses etwas komplexere Stück erinnerte allerdings mit seinen Verschränkungen und Wiederholungen dann doch etwas an das zweite barocke Werk des Programms, mit dem dieses endete. Was die breite Allgemeinheit nur als den ersten Teil unter dem Namen Eurovisionsfanfare kennt, das führten Chor und Orchester in seiner ganzen, nicht durchweg so jubelnd-schmetternden Breite auf. Bei den französisch ausgesprochenen lateinischen Texten wechselten sich der Chor und die Solisten Susanne Moldenhauer, Doreen Marx, Barbara Lasarzewski, Susanne Simonsen, Georg Kalmbach und Holger Frank Heimsch ab. Extraapplaus bekam Christoph Schweizer, der für Fabio Scinto eingesprungen war und die in kurzer Zeit erlernte Partie bravourös meisterte. Die rund 500 Zuhörer zeigten sich beeindruckt von diesem sorgfältig gewählten und ebenso ausgeführten, überzeugenden Programm harmonierender Gegensätze der Jahrhunderte. Von Astrid Killinger Artikel über die Studentenoscar-Nominierung 2010 für “The Night Father Christmas Died”:
Hochkonzentriert: Musikerinnen im Orchester der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Foto: Benjamin Stollenberg
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